Vitamin-D-Mangel

Unterschätztes Risiko

Pflanzen gehen ohne Licht ein – Menschen auch!

Ein Mangel an Vitamin D herrscht in den Bevölkerungen der Industriestaaten praktisch durchgehend vor und nimmt, besonders in den lichtarmen Wintermonaten, enorme Ausmaße an. Dieses Wissen ist aber bis jetzt kaum in der Ärzteschaft und der Bevölkerung verbreitet.

Was bisher ebenfalls kaum vermittelt wird: Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ist nicht nur ein Risiko für die Knochengesundheit und bedingt Rachitis und Osteoporose. Vielmehr ist eine Mangelversorgung mit Vitamin D ein herausragender Risikofaktor für schwerwiegende, therapieintensive und langwierige Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauferkran­kungen, Krebs, Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Rheuma, Muskelschwäche, Grippe, Depression, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose und andere mehr. Denn: Vitamin D tritt als chemischer Botschafter in nahezu 30 Geweben und Organen des menschlichen Körpers auf und wirkt dort als Vermittler der genetischen Anlagen.

Zu wenig Vitamin D, und die Körperfunktionen sind massiv gestört.

Die Basis jeder Risikobewertung ist die Bestimmung des Vitamin-D-Status anhand der Blutkonzentration.

Vitamin-D-Status

Den Vitamin-D-Status misst man über die Konzentration im Blut. Als Blutwert verwendet man üblicherweise nicht das eigentliche Vitamin D, das auch Cholecalciferol (kurz: Calciol) genannt wird, sondern seine Speicherform, das 25-Hydroxy-Vitamin-D (auch als 25-OH-D oder 25OHD abgekürzt). Der Grund ist einfach: Diese Speicherform hat mit 19 Tagen eine recht lange Halbwertszeit. Der 25OHD-Spiegel gibt also am ehesten die Vitamin-D-Versorgung des Körpers während der letzten Monate an. Würde man das ursprüngliche Vitamin D messen, hätte man nur eine Auskunft über die Versorgung der letzten Stunden oder Tage.

Die Blutentnahme sollte am besten morgens nüchtern erfolgen. Sonst könnte, wegen einer außerordentlichen Ernährung in den letzten Stunden vor der Blutentnahme, ein unrealistischer Wert gemessen werden.

Die 25OHD-Konzentration im Laborbefund kann in unterschiedlichen Einheiten angegeben werden: Entweder in Nanogramm pro Milliliter (ng/ml), in Mikrogramm pro Liter (μg/l) oder in Nanomol pro Liter (nmol/l). Eine Umrechnung erfolgt mit dem Faktor 2,5.

Beispiel: 70 nmol/l 25D : 2,5 = 28 ng/ml 25OHD
oder
Beispiel: 28 ng/ml 25D x 2,5 = 70 nmol/l 25OHD

Der Laborbefund zeigt außerdem an, ob sich der Wert im Normbereich beziehungsweise darüber oder darunter befindet.

Viele Labors geben bedauerlicherweise noch folgende Einteilung an:

normal: 20,0–60,0 ng/ml
leichter Mangel: 10,0–20,0 ng/ml
schwerer Mangel: <10,0 ng/ml

Diese Einschätzungen gelten als überholt!

In den letzten Jahre haben unzählige wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass Werte von mindestens 30 ng/ml erreicht werden müssen, um diversen Gesundheitsrisiken zu entgehen.

Nach heutiger Sichtweise müssen Blutkonzentrationen unter 20 ng/ml als „Vitamin-D-Mangel“ und Werte im Bereich 20–30 ng/ml immer noch als „unzureichend“ gelten.

Welche Werte als „optimal“ bezeichnet werden können, ist noch nicht geklärt. Nach der am häufigsten vertretenen Expertenmeinung der jüngsten Zeit wäre es der Bereich zwischen 40 und 80 ng/ml.

Mangelversorgung betrifft alle

Die einzig relevante Quelle der Vitamin-D-Versorgung ist die Sonne. Unser „Fortschritt“ im Lebensstil hat auch dazu geführt, dass wir vom natürlichen Tag-und-Nacht-Rhythmus zunehmend abkoppelt wurden. Die meiste Zeit verbringen wir in künstlich beleuchteten Innenräumen und, durch Beton und UVB-undurchlässiges Glas, abgeschirmt vom Licht der Sonne. Wir dehnen den Tag mithilfe künstlichen Lichts aus und machen bei der Schichtarbeit die Nacht zum Tag. Schließlich wird den Menschen von undifferenzierten „Fachleuten“ ständig eingetrichtert, dass Sonnenlicht vor allem schädlich sei, und dass wir uns nur durch konsequente Nutzung von Sonnenschutz mit ganz hohem Lichtschutzfaktor vor fürchterlichen Konsequenzen retten könnten.

Die dramatische Konsequenz: Zumindest im Winterhalbjahr, also im Zeitraum von November bis April, sind auf unseren Breitengraden der Großteil der Bevölkerung von einem Mangel betroffen. Dann haben beispielsweise 68 Prozent der deutschen Männer und 61 Prozent der deutschen Frauen einen Wert von unter 20 ng/ml. Bei Frauen im Alter von 65 bis 75 Jahren weisen sogar 73 Prozent einen solchen bedenklichen Mangel auf! Die Kinder und Jugendlichen in Deutschland weisen im Winterhalbjahr sogar 80 Prozent bei den Jungen und 79 Prozent bei den Mädchen einen Mangelwert von unter 20 ng/dl auf!

Besonders kritisch ist die Situation bei den Menschen, die aus „Sonnenländern“ in unsere nördlichen Breiten gezogen sind. Denn ihre dunklere Haut erschwert die Bildung von Vitamin D in der Haut. Noch kritischer wird die Situation, wenn auf Grund des Tragens von Kopftuch oder Schleier eine ausreichende Bestrahlung mit UVB über die Sonne weiterhin erschwert ist. Die Ist-Situation ist besorgniserregend: 75 Prozent der in Deutschland ansässigen Türkinnen und Türken haben Werte unter 20 ng/dl. Noch schlimmer: 30 Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer haben sogar Werte unter 10 ng/dl. Bei Kindern und Jugendlichen mit Migrations­hintergrund, insbesondere bei türkischen, arabischen, asiatischen oder afrikanische Ursprungs, stellt man sogar bei 76 Prozent im Ganzjahresschnitt unzureichende Vitamin-D-Werte im Blut fest. Selbst im Sommerhalbjahr sind es im Mittel noch 65 Prozent.

Vitamin-D-Dosierung in der Diskussion

Die bisherigen Dosierungspraxen und ­-empfehlungen basieren auf überkommenen Vorstellungen und alten, unbegründeten Befürchtungen. Sie bedürfen eines dringenden Updates.LaboranalyseIn „Heilkraft D“ wird mehrfach Prof. Winfried März mit seiner LURIC-Studie zitiert – der größten Langzeitstudie zum Einfluss von Vitamin D auf die Herz-Kreislauf-, Krebs- und Gesamtsterblichkeit in Deutschland. Er ist unser Experte für die Laboranalytik von Vitamin D und Chef eines medizinischen Labors in Heidelberg/Eppelheim, das wiederum zu einem großen Netzwerk gehört. Hier können Sie Ihr Vitamin D bestimmen lassen!

Die nachfolgenden Labore sind von Professor März für die Vitamin-D-Diagnostik in unserem Sinne zertifiziert worden (MVZ = Medizinisches Versorgungszentrum):

Prof. Dr. med. Winfried März
MVZ für Labordiagnostik
Wasserturmstraße 71
69214 Eppelheim
06221/7930

MVZ für Laboratoriumsmedizin, medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie, Transfusionswesen
Max-Lang-Straße 58
70771 Leinfelden-Echterdingen
0711/9033-0

MVZ für Laboratoriumsdiagnostik und Mikrobiologie
Leitershofer Straße 25
86157 Augsburg
0821/227800

MVZ für Labormedizin und Mikrobiologie
Hochstraße 27
85221 Dachau
08131/332230

Medizinisches Fachlabor Ulm
Gideon-Bacher-Straße 3
89073 Ulm
0731/920580

MVZ für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie
Zur Kesselschmiede 4
92637 Weiden
0961/309-0

Ärztliches Labor Trier, Labormedizinisches Versorgungszentrum
Kaiserstraße 1-2
54290 Trier
0651/97713

MVZ für Laboratoriumsdiagnostik
Dahlbachsweg 15
56566 Neuwied
02631/92420

MVZ für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie
Fürther Straße 212 EG   
90429 Nürnberg
0911/9397060

MVZ für Labordiagnostik
Mondorfstraße 17
61231 Bad Nauheim
06032/91120

MVZ für Laboratoriumsmedizin und Transfusionsmedizin
Hildegard-von-Bingen-Straße 1
93053 Regensburg
0941/708110

MVZ für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie
Turmstraße 21
10559 Berlin
030/39608511

MVZ für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie
Hochstraße 29
14770 Brandenburg a. d. Havel
03381/391911

MVZ für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und Rechtsmedizin
Kurt-Wolters-Straße 2
34125 Kassel
0561/47472000

Medizinisches Versorgungszentrum
Hauptstraße 108
94405 Landau an der Isar
09951/988922

Medizinisches Fachlabor
Westliche 51
75172 Pforzheim
07231/15840

MVZ für Mikrobiologie und Labormedizin
Siemensstraße 18
35340 Gießen
0641/979040

MVZ für Laboratoriumsmedizin
Jade-Weser GmbH
Bleichenpfad 9
26316 Varel
04421/2081397

MVZ für Laboratoriumsdiagnostik
Cuno-Niggl-Straße 3
83278 Traunstein
0861/7051667

Oncoscreen GmbH
Löbstedter Straße 93
07749 Jena
03641/50740

Synlab Birkenfeld
Dambacher Weg 3
55765 Birkenfeld
06782/98300

Labor Prof. Dr. med. Blenk
EuromedClinic
Europa-Allee 1
90763 Fürth
0911/9714435

Laborgemeinschaft Neuburg
Müller-Gnadenegg-Weg 4
86633 Neuburg
08431/541601

Laborgemeinschaft Allgäu
Pettenkoferstraße 1 c
87439 Kempten
0831/5404610

Laborgemeinschaft Ostbayern-Bavaria
Kirchplatz 10
94060 Pocking
08531/247480